Aktuelles
Ab dem Schuljahr 2026/27 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab der 1. Klasse.
Hierfür hat der Rheingau-Taunus-Kreis ein kreisweites Rahmenkonzept entwickelt, das am 10. Februar 2026 vom Kreistag beschlossen wurde. Hier können Sie sich den dazugehörigen Elternbrief ansehen.
Auf dieser Seite fassen wir die Inhalte des Rahmenkonzeptes zusammen:
Ziel des Rahmenkonzeptes zum Ganztag
Ziel ist der schrittweise Aufbau eines verlässlichen, qualitativ gesicherten und strukturell einheitlichen Ganztagsangebots für alle Kinder im Kreis. Dabei sollen Betreuung, Bildung und Förderung sinnvoll miteinander verbunden werden.
Pädagogische Grundausrichtung
Das Ganztagsangebot versteht sich nicht als reine „Verlängerung des Vormittags“, sondern als eigenständiger Bildungs- und Lebensraum für Kinder.
Im Mittelpunkt stehen:
- ein verlässlicher Tagesrhythmus mit klaren Strukturen
- Raum für freies Spiel, Erholung und soziale Entwicklung
- pädagogisch begleitete Lern- und Übungszeiten
- Angebote zur Förderung individueller Interessen
- verbindliche Qualitätsstandards in Betreuung und Personal
Dabei wird auf feste Bezugspersonen, transparente Abläufe und kindgerechte Rahmenbedingungen Wert gelegt.
Die Teilnahme am Ganztag ist grundsätzlich freiwillig. Mit der Buchung ist sie jedoch verbindlich: Das Angebot ist als verlässlicher Ganztag konzipiert. Abmeldungen oder kurzfristige Nicht-Teilnahmen sind nur aus wichtigen Gründen und mit Zustimmung der Schulleitung möglich.
Was heißt das für Träger und Schulen?
- Es wird ein kreisweit einheitliches, gefördertes Ganztagsangebot mit festgelegten Qualitätsstandards geben.
- Die Ausgestaltung in den Schulen erfolgt verbindlich nach den Vorgaben des Kreises.
- Träger vor Ort – wie wir – setzen dieses Konzept eigenverantwortlich und in Zusammenarbeit mit den Schulen um und passen ihre Strukturen entsprechend an.
- Die Planung erfolgt bedarfsorientiert und schrittweise.
- Ziel ist es, Familien eine verlässliche, planbare und qualitativ abgesicherte Betreuung zu ermöglichen.
Was bedeutet das für Kinder?
Für Kinder entsteht ein verlässlicher, klar strukturierter Rahmen über den Unterricht hinaus; mit:
- festen, vorhersehbaren Betreuungszeiten
- klaren Tagesabläufen
- verlässlichen Bezugspersonen
- einer ausgewogenen Verbindung von Lernzeit, Spiel, Bewegung und Erholung
- Raum für soziale Erfahrungen und eigenständiges Handeln
Ziel ist es, dass Kinder den Ganztag als sicheren und entwicklungsfördernden Lebensraum erleben, den sie mitgestalten können.
Was ändert sich?
Künftig gibt es ein gefördertes Ganztagsangebot („Säule 1“) zu kreisweit einheitlich festgelegten Konditionen.
Der Elternbeitrag ist bewusst niedrig gehalten und wird durch öffentliche Mittel mitfinanziert.
Im Rahmen des neuen Konzepts kann gewählt werden zwischen:
- 5 verbindlichen Betreuungstagen pro Woche für 55€ im Monat
- 3 verbindlichen Betreuungstagen pro Woche für 32€ im Monat
Das 3-Tage-Modul schafft zusätzlichen Gestaltungsspielraum für Familien, die keine Betreuung an allen fünf Tagen benötigen.
Welche drei Wochentage angeboten werden, wird auf Grundlage einer aktuellen Bedarfsabfrage sowie unter Berücksichtigung schulischer und organisatorischer Rahmenbedingungen festgelegt:
Wird es weiterhin ein flexibles Angebot geben?
Ja. Zusätzlich zur „Säule 1“ wird es – wie bisher – ein flexibles Betreuungsangebot („Säule 2“) geben, das vollständig durch Elternbeiträge finanziert wird.
Dieses Angebot wird derzeit entsprechend der veränderten Qualitätsstandards neu kalkuliert. Die konkrete Ausgestaltung sowie die Beiträge werden rechtzeitig kommuniziert.
Kurz zusammengefasst
Säule 1: gefördert, preisgünstig, klar strukturiert und verbindlich buchbar (3 oder 5 feste Tage).
Säule 2: flexibel gestaltbar, eigenfinanziert und organisatorisch freier.
Veränderung braucht Zeit, aber mit Engagement und Zusammenarbeit entsteht ein Ganztag, der für Kinder zu einem verlässlichen, liebevollen und entwicklungsfördernden Lebensraum wird.
